Sonntag, 29. Oktober 2006
DUD News 30.10.2006 - Queenstown
waterpix21:18h
Am Mittwoch hatte uns ein Freund übers Wochenende nach Queenstown eingeladen. Nachdem wir unsere Fahrräder und sämtliches Gepäck verstaut hatten fuhren wir am Freitag gegen 19.00 Uhr los. Nach einer 3 ½ - stündigen Fahrt waren wir in einer völlig anderen Welt: vom Pazifik in die schneebedeckten Berge. Für den Sonnabend hatte Steve eine Mountainbiketour geplant. Es sollte von Arrowtown entlang des gleichnamigen Flußes nach Macetown einer ausgestorbenen Goldgräberstadt gehen. Auf der Fahrt mit dem Auto zum Ausgangspunkt unseres Trips kamen wir an einem Garage Sale vorbei, den die Kirche des Ortes für Wohltätigkeitszwecke organisiert hatte. Steve wollte unbedingt schauen, ob er nicht etwas Nützliches für seinen Haushalt findet. Nicht nur er wurde fündig – wobei wir uns schon wunderten, nach was er suchte … er konnte nur fündig werden, denn er suchte eigentlich nach allem – sondern auch wir: wir fanden einen Dachgepäckträger fürs Auto, eine neue Trinkflasche fürs Fahrrad und ein Bündel Wohnmagazine. Den spaßig gemeinten Rat Steves zu handeln – wir befanden uns immerhin auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung – setzte Ulrike dennoch gnadenlos um: 15,- NZ$ für den Gepäckträger! Unglaublich, hatten wir uns doch schon Preiswerte für 130,- NZ$ in DUD angeschaut. Das Bündel Magazine für 3,- NZ$, die Flasche gab es gratis dazu. Außerdem wurde noch etwas Minze für den morgentlichen Tee, Honig und Marmelade gekauft. Nun der Blick in Steves Einkaufskorb: eine Tasche die perfekt zu Steve und damit zur nicht endenden wollenden Kiwi-Fashion-Week paßte, ein Messerset Made in China, ein Messerschärfer, eine Bratfanne, einige Cassetten von Blues Brothers bis Enya, zwei Tassen, eine Grillzange, vier Spanischkassetten, etwas Honig und Marmelade … nur nützliche Dinge, über die sich seine Freundin mit Sicherheit freuen wird.

Just bargains – Steve und Dirk werden sich schon einig
Nach diesem erfolgreichen Einkaufstrip fuhren wir hoch motiviert nach Arrowtown, um unsere geplante Mountainbiketour zu starten. Ulrikes Trekkingbike wurde durch Steves fachmännisches Auge als routentauglich klassifiziert: die Route führte unzählige Male direkt durch den reißenden Fluß.


Einfaches Rezept: Never stop! Doch nicht immer ging alles so rund mit dem Ergebnis eines erfrischenden Vollbades in dem eiskalten Wasser

Das Fahrrad durch den Fluß zu tragen war aufgrund der teilweise sehr starken Strömung häufig einfacher als zu fahren oder zu schieben.





Außerdem ging es die gesamte Hintour bergauf und nach gut zwei Stunden erreichten wir das Ziel: einige Steinhaufen, etwas Wellblech, aufgewühlte Erde.

Macetown – im Hintergrund sieht man die „Goldfelder“

Die historischen Gebäude werden zur Zeit restauriert
Man kann hier in Zentral-Otago immer noch Gold finden! Das Wetter war für die Tour perfekt: blauer Himmel auf der gesamten Hintour. Doch auf der Rücktour gab es dann etwas Regen und Ulrike spürte ihre Füße aufgrund der Kälte nicht mehr. Sie konnte sich diese jedoch dann wieder in Arrowtown warm laufen, die nach Auskunft von Steve einer der schönsten Städtchen Neuseelands sein soll. Bis jetzt können wir ihm da nur zustimmen. Nach einem kleinen Rundgang und einem Kaffee fuhren wir zurück.
Eigentlich wollten wir uns noch in das angeblich sehr quirlige Queenstonwer Nachtleben stürzen, doch die Anstrengungen des Tages forderten ihren Tribut und so ließen wir uns faul in die Sessel vor dem Kamin fallen.

Dennoch blieb Ulrike und Steve noch genügend Energie, um zwei Kuchen mitten in der Nacht zu backen. Nun gut, jeder hat so seine Hobbies.


Ulrike: Apfelkuchen mit Streuseln

Steve: Bananenkuchen
Den Ort Queenstown, der für Jetboating, Bungeejumping und andere „modernen Sportarten“ bekannt ist, schauten wir uns dann am nächsten Morgen bei strömenden Regen an.


Gegen 11.00 Uhr fuhren wir zurück nach DUD und verbrachten den Nachmittag in totaler Ruhe. Ein wirklich schönes Wochenende!

Just bargains – Steve und Dirk werden sich schon einig
Nach diesem erfolgreichen Einkaufstrip fuhren wir hoch motiviert nach Arrowtown, um unsere geplante Mountainbiketour zu starten. Ulrikes Trekkingbike wurde durch Steves fachmännisches Auge als routentauglich klassifiziert: die Route führte unzählige Male direkt durch den reißenden Fluß.


Einfaches Rezept: Never stop! Doch nicht immer ging alles so rund mit dem Ergebnis eines erfrischenden Vollbades in dem eiskalten Wasser

Das Fahrrad durch den Fluß zu tragen war aufgrund der teilweise sehr starken Strömung häufig einfacher als zu fahren oder zu schieben.





Außerdem ging es die gesamte Hintour bergauf und nach gut zwei Stunden erreichten wir das Ziel: einige Steinhaufen, etwas Wellblech, aufgewühlte Erde.

Macetown – im Hintergrund sieht man die „Goldfelder“

Die historischen Gebäude werden zur Zeit restauriert
Man kann hier in Zentral-Otago immer noch Gold finden! Das Wetter war für die Tour perfekt: blauer Himmel auf der gesamten Hintour. Doch auf der Rücktour gab es dann etwas Regen und Ulrike spürte ihre Füße aufgrund der Kälte nicht mehr. Sie konnte sich diese jedoch dann wieder in Arrowtown warm laufen, die nach Auskunft von Steve einer der schönsten Städtchen Neuseelands sein soll. Bis jetzt können wir ihm da nur zustimmen. Nach einem kleinen Rundgang und einem Kaffee fuhren wir zurück.
Eigentlich wollten wir uns noch in das angeblich sehr quirlige Queenstonwer Nachtleben stürzen, doch die Anstrengungen des Tages forderten ihren Tribut und so ließen wir uns faul in die Sessel vor dem Kamin fallen.

Dennoch blieb Ulrike und Steve noch genügend Energie, um zwei Kuchen mitten in der Nacht zu backen. Nun gut, jeder hat so seine Hobbies.


Ulrike: Apfelkuchen mit Streuseln

Steve: Bananenkuchen
Den Ort Queenstown, der für Jetboating, Bungeejumping und andere „modernen Sportarten“ bekannt ist, schauten wir uns dann am nächsten Morgen bei strömenden Regen an.


Gegen 11.00 Uhr fuhren wir zurück nach DUD und verbrachten den Nachmittag in totaler Ruhe. Ein wirklich schönes Wochenende!
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Mittwoch, 25. Oktober 2006
DUD News 24.10.2006 - Catlins
waterpix06:56h
Der gestrige Montag war frei: Labour Day – der 1. Mai Neuseelands. Bereits am Freitag fuhren wir deshalb auf ein verlängertes Wochenende in den etwa 80 km südlich von Dunedin gelegenen Catlins Forest, dessen Landschaft im Reiseführer als eine „höchst reizvolle, aber ziemlich abgeschiedene und teilweise sumpfige Hügellandschaft mit ausgedehnten Wäldern, tosenden Wasserfällen und von heftiger Brandung zerrissener Küste“ (Baedeker, Neuseeland) beschrieben wird. Ein derartiger Text in einem Reisekatalog sollte dem wachsamen Leser zu denken geben! Denn eigentlich kann dieser nur bedeuten, daß man auf Hilfe in der Not lange warten wird, wobei diese zu rufen so oder so nicht funktioniert und während man im Sumpf langsam versinkt auch noch von den aggressiven Sandflys angegriffen wird. Sollte man dennoch entkommen, bleibt anstelle des Bades im Pazifik nur eines unter einem der vielen Wasserfälle, auf dessen Weg möglicherweise wieder Sümpfe lauern. In einem anderen Reiseführer klingt es schon etwas „sympathischer“: „You will see nothing like it elsewhere on the South Island’s East Coast, and really nothing like it anywhere” (NZ Guides, Dunedin). In diesem wird auch schon mal von goldenen Stränden und 200 Meter hohen Steilküsten gesprochen. Der Name des Catlins Forest geht auf einen Walfänger zurück, der um 1840 hier große Ländereien von den Maoris erwarb (Baedeker, Neuseeland).
Da wir über die Catlins außer den dort vorkommenden Sandflys nur Gutes gehört haben, machten wir uns trotz einer grausigen Wettervorhersage (eisiger Südwind mit Regen und Schnee) Richtung Nugget Point – dem touristischen Aushängeschild der Catlins – auf den Weg, mit der Hoffnung, daß sich die neuseeländischen Meteorologen irren würden. Wir hatten Glück: es war zwar recht frisch, dafür hatten wir aber viel Sonne und nur gelegentlich Regen.

Küstenlandschaft in den Catlins
Die Nacht verbrachten wir auf einem kleinen Parkplatz am Nugget Point in ständiger Angst, von dem in dieser Region als besonders berüchtigt und heimtückisch geltenden Possum angegriffen zu werden. Doch nicht das lustige Zottelwesen sollte Probleme bereiten. Vor allem Dirk mußte feststellen, daß ein Fell dieses Nagers besser gewesen wäre, als zwei der aus Kunststofffasern bestehenden Sommerschafsäcke. Ein Punkt geht hiermit an die neuseeländischen Meteorologen, die mit der Kältevorhersage zumindest für die frühen Morgenstunden Recht behielten. Wir konnten uns auch trotz eines wunderschönen Sonnenaufgangs nicht durchringen, den Weg zu dem Leuchtturm am Nugget Point zu dieser frühen und eisigen Stunde zu gehen.
Bevor die ersten Touristen eintrafen verließen wir den Ort und sind über die typischen Gravelroads an die Cannibal Bay zum Frühstück gefahren. Mit Blick auf die Bucht, deren Name an die Überfälle und Gemetzel des gefürchteten Maori-Anführers Te Rauparaha in den 1830er Jahren erinnert (Baedeker, Neuseeland), wurde das Frühstücksei gekocht und mit dem morgendlichen Toast verzehrt. Danach fuhren wir weiter entlang der Küste.

Dieser Anhalter wartet schon etwas länger!
Ein Wegweiser wies auf Jack’s Blowhole hin. Wir entschieden uns dem Hinweis zu folgen und nach einer gut zwanzigminütigen Wanderung erreichten wir Jacks Blowhole.

Auf dem Weg zu Jack’s Blowhole
Leider ließ die Dünung zu wünschen übrig und Jack schwieg. Dafür verdunkelte sich jedoch bedrohlich der Himmel und der Wind legt ordentlich zu. Nur durch einen Schlußspurt entkamen wir einem heftigen Regenschauer. Zurück im Auto entschieden wir uns einen Stellplatz für die kommende Nacht zu suchen. Auf unserer Suche kamen wir am Florence Lookout vorbei.

Blick vom Florence Lookout auf die Tahakopa Bay
Von dem Aussichtspunkt schaut man auf Tahakopa Bay. Wir entschieden uns an dieser Bucht die Nacht zu verbringen. Zunächst stellten wir uns unmittelbar an den Strand, doch der einsetzende Südwind ließ die Temperaturen wieder empfindlich sinken … zweiter Punkt für die neuseeländischen Meteorologen …, so daß wir unseren Panoramablick gegen einen kuscheligen Parkplatz hinter den Dünen tauschten.

Abendbrot mit Panoramablick


Tahakopa Bay
Am nächsten Morgen ging es nach einem ausgedehnten Frühstück in der Sonne weiter. Wir wollten eine gut achtzigminütige Wanderung zu den Cathedral Caves machen. Leider war der Wanderweg aufgrund von Hochwasser gesperrt. Obwohl unser Tidenkalender etwas anders angab, hielten wir uns an das Verbot und verschoben die Wanderung auf einen unserer nächsten Ausflüge in die Catlins. Wir fuhren zu zwei der Wasserfälle: Matai und Purakaunui.

Matai Falls

Purakaunui Falls
Da wir am Samstagmorgen den Sonnenaufgang am Nugget Point verpaßt haben, wollten wir nun wenigstens den Sonnenuntergang sehen. Zudem bot es sich an, dort auch gleich noch die Pinguine zu beobachten. Auf dem Weg zurück fuhren wir noch an die Surat Bay – eine langgestreckte Bucht mit vielen Seelöwen (New Zealand fur seals (kekeno)).


New Zealand fur seals(kekeno) an der Suart Bay

Am Nugget Point angekommen richteten wir uns in der Station zur Beobachtung der seltenen Gelbaugenpinguine (hoiho) ein. Obwohl wir lange ausharrten, reichte unsere Geduld jedoch nicht und wir machten uns nach gut zwei Stunden weiter auf den Weg zum Leuchtturm, um den Sonnenuntergang nicht zu verpassen.

Lechtturm am Nugget Point

Neben den New Zealand fur seals und unzähligen Seevögeln kann man am Nugget Point auch Seelephanten (Southern elephant seals (lhupuku)) beobachten.

Wir kamen mit einem netten Ehepaar aus Dunedin ins Gespräch. Aufhänger dieses war ein Pullover mit dem Aufdruck der Reederei Hamburg Süd. Es stellte sich heraus, das die Frau im Hafen von Port Chalmers arbeitet, sie beide ursprünglich aus Wales kommen, seit mehr als 40ig Jahren in Neuseeland leben und obwohl sie es lieben, jedes Jahr zurück in ihre Heimat reisen, da sie Heimweh haben. Wir erzählten viel. Für die Beobachtung der Pinguine empfahlen sie uns Amoroana in der Nähe von Port Chalmers. Der Mann erzählte in diesem Zusammenhang eine lustige Geschichte die er mit Freunden erlebte, denen er auch Pinguine zeigen wollte. Diese zeigten sich jedoch nicht an diesem Tag und die Freunde machten sich etwas lustig über ihn. Auf den Weg zurück fand er jedoch Spuren eines Pinguins im Sand und er wies die Freunde darauf hin. Sie lachten jedoch nur, denn sie hatten vergeblich schon mehrere Stunden am Strand gewartet und ihr Glaube an die Fähigkeiten des Naturfreundes waren geschwunden. Der Mann meinte, es handele sich um einen Blaupinguin. Wieder gab es nur ein mitleidiges Lachen. Außerdem wies der Mann auf die merkwürdige Stellung der beiden Füße hin und meinte, das es dem Pinguin wohl nicht besonders gut gehe. Auch darauf hin gab es nur Gelächter. Doch als sie um die nächste Sanddüne kamen lag ein Blaupinguin nach vorn übergefallen mit dem Schnabel in dem Sand und war tot … der Ruf des Naturfreundes war gerettet.

Nach einem schönen Sonnenuntergang fuhren wir nach Dunedin zurück und am Montag kauften wir dann gleich noch einen Daunenschlafsack, da die Geschäfte trotz Feiertag geöffnet waren und sich mit Sonderangeboten überschlugen.
Da wir über die Catlins außer den dort vorkommenden Sandflys nur Gutes gehört haben, machten wir uns trotz einer grausigen Wettervorhersage (eisiger Südwind mit Regen und Schnee) Richtung Nugget Point – dem touristischen Aushängeschild der Catlins – auf den Weg, mit der Hoffnung, daß sich die neuseeländischen Meteorologen irren würden. Wir hatten Glück: es war zwar recht frisch, dafür hatten wir aber viel Sonne und nur gelegentlich Regen.

Küstenlandschaft in den Catlins
Die Nacht verbrachten wir auf einem kleinen Parkplatz am Nugget Point in ständiger Angst, von dem in dieser Region als besonders berüchtigt und heimtückisch geltenden Possum angegriffen zu werden. Doch nicht das lustige Zottelwesen sollte Probleme bereiten. Vor allem Dirk mußte feststellen, daß ein Fell dieses Nagers besser gewesen wäre, als zwei der aus Kunststofffasern bestehenden Sommerschafsäcke. Ein Punkt geht hiermit an die neuseeländischen Meteorologen, die mit der Kältevorhersage zumindest für die frühen Morgenstunden Recht behielten. Wir konnten uns auch trotz eines wunderschönen Sonnenaufgangs nicht durchringen, den Weg zu dem Leuchtturm am Nugget Point zu dieser frühen und eisigen Stunde zu gehen.
Bevor die ersten Touristen eintrafen verließen wir den Ort und sind über die typischen Gravelroads an die Cannibal Bay zum Frühstück gefahren. Mit Blick auf die Bucht, deren Name an die Überfälle und Gemetzel des gefürchteten Maori-Anführers Te Rauparaha in den 1830er Jahren erinnert (Baedeker, Neuseeland), wurde das Frühstücksei gekocht und mit dem morgendlichen Toast verzehrt. Danach fuhren wir weiter entlang der Küste.

Dieser Anhalter wartet schon etwas länger!
Ein Wegweiser wies auf Jack’s Blowhole hin. Wir entschieden uns dem Hinweis zu folgen und nach einer gut zwanzigminütigen Wanderung erreichten wir Jacks Blowhole.

Auf dem Weg zu Jack’s Blowhole
Leider ließ die Dünung zu wünschen übrig und Jack schwieg. Dafür verdunkelte sich jedoch bedrohlich der Himmel und der Wind legt ordentlich zu. Nur durch einen Schlußspurt entkamen wir einem heftigen Regenschauer. Zurück im Auto entschieden wir uns einen Stellplatz für die kommende Nacht zu suchen. Auf unserer Suche kamen wir am Florence Lookout vorbei.

Blick vom Florence Lookout auf die Tahakopa Bay
Von dem Aussichtspunkt schaut man auf Tahakopa Bay. Wir entschieden uns an dieser Bucht die Nacht zu verbringen. Zunächst stellten wir uns unmittelbar an den Strand, doch der einsetzende Südwind ließ die Temperaturen wieder empfindlich sinken … zweiter Punkt für die neuseeländischen Meteorologen …, so daß wir unseren Panoramablick gegen einen kuscheligen Parkplatz hinter den Dünen tauschten.

Abendbrot mit Panoramablick


Tahakopa Bay
Am nächsten Morgen ging es nach einem ausgedehnten Frühstück in der Sonne weiter. Wir wollten eine gut achtzigminütige Wanderung zu den Cathedral Caves machen. Leider war der Wanderweg aufgrund von Hochwasser gesperrt. Obwohl unser Tidenkalender etwas anders angab, hielten wir uns an das Verbot und verschoben die Wanderung auf einen unserer nächsten Ausflüge in die Catlins. Wir fuhren zu zwei der Wasserfälle: Matai und Purakaunui.

Matai Falls

Purakaunui Falls
Da wir am Samstagmorgen den Sonnenaufgang am Nugget Point verpaßt haben, wollten wir nun wenigstens den Sonnenuntergang sehen. Zudem bot es sich an, dort auch gleich noch die Pinguine zu beobachten. Auf dem Weg zurück fuhren wir noch an die Surat Bay – eine langgestreckte Bucht mit vielen Seelöwen (New Zealand fur seals (kekeno)).


New Zealand fur seals(kekeno) an der Suart Bay

Am Nugget Point angekommen richteten wir uns in der Station zur Beobachtung der seltenen Gelbaugenpinguine (hoiho) ein. Obwohl wir lange ausharrten, reichte unsere Geduld jedoch nicht und wir machten uns nach gut zwei Stunden weiter auf den Weg zum Leuchtturm, um den Sonnenuntergang nicht zu verpassen.

Lechtturm am Nugget Point

Neben den New Zealand fur seals und unzähligen Seevögeln kann man am Nugget Point auch Seelephanten (Southern elephant seals (lhupuku)) beobachten.

Wir kamen mit einem netten Ehepaar aus Dunedin ins Gespräch. Aufhänger dieses war ein Pullover mit dem Aufdruck der Reederei Hamburg Süd. Es stellte sich heraus, das die Frau im Hafen von Port Chalmers arbeitet, sie beide ursprünglich aus Wales kommen, seit mehr als 40ig Jahren in Neuseeland leben und obwohl sie es lieben, jedes Jahr zurück in ihre Heimat reisen, da sie Heimweh haben. Wir erzählten viel. Für die Beobachtung der Pinguine empfahlen sie uns Amoroana in der Nähe von Port Chalmers. Der Mann erzählte in diesem Zusammenhang eine lustige Geschichte die er mit Freunden erlebte, denen er auch Pinguine zeigen wollte. Diese zeigten sich jedoch nicht an diesem Tag und die Freunde machten sich etwas lustig über ihn. Auf den Weg zurück fand er jedoch Spuren eines Pinguins im Sand und er wies die Freunde darauf hin. Sie lachten jedoch nur, denn sie hatten vergeblich schon mehrere Stunden am Strand gewartet und ihr Glaube an die Fähigkeiten des Naturfreundes waren geschwunden. Der Mann meinte, es handele sich um einen Blaupinguin. Wieder gab es nur ein mitleidiges Lachen. Außerdem wies der Mann auf die merkwürdige Stellung der beiden Füße hin und meinte, das es dem Pinguin wohl nicht besonders gut gehe. Auch darauf hin gab es nur Gelächter. Doch als sie um die nächste Sanddüne kamen lag ein Blaupinguin nach vorn übergefallen mit dem Schnabel in dem Sand und war tot … der Ruf des Naturfreundes war gerettet.

Nach einem schönen Sonnenuntergang fuhren wir nach Dunedin zurück und am Montag kauften wir dann gleich noch einen Daunenschlafsack, da die Geschäfte trotz Feiertag geöffnet waren und sich mit Sonderangeboten überschlugen.
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Sonntag, 15. Oktober 2006
DUD News 15.10.2006
waterpix22:41h
Am Wochenende waren wir mal wieder auf der Otago Halbinsel unterwegs. Wir fuhren zunächst nach Lanarch’s Castle, welches für den Bankier und Politiker J. M. Larnach geplant und 1887 fertig gestellt wurde.

Nach dem Selbstmord von Larnach wurde das Schloß vorübergehend als Nervenklinik und als Touristenherberge mit Nachtlokal genutzt. Heute kann man in der Larnach Lodge nächtigen und sich das Schloß sowie den Garten anschauen. Da die Touristensaison noch nicht begonnen hat, war es schön ruhig. Von dem Schloßgarten hat man einen tollen Blick über Otago Harbour.


Nach einem Kaffee fuhren wir weiter zum Sandymount.

Blick vom Sanymount auf die Sandfly Bay

Von diesem aus starteten wir zu einer fast dreistündigen Tour durch. Es ging zu der Felsformation „Lovers Leap“ und „The Chasm“. Von einem 224 Meter hoch gelegenen Aussichtspunkt hat man einen atemberaubenden Blick auf die Arche „Lovers Leap“. Mit dem Fernglas konnte man Seelöwen beobachten, die es wohl trotz des tobenden Weißwassers nett fanden, sich gerade dort zu sonnen.


Wie überall in Neuseeland: Schafe. Eigentlich schön anzusehen und so nützlich, sofern sie dem Bauern bis zur geplanten Verwertungsabsicht erhalten bleiben. Doch wenn der süßliche Geruch des Todes durch das Grass zieht weiß man, das eines seiner Bestimmung entflohen ist.

Ins Grass gebissen
Und dann noch einer dieser tollen Ausblicke auf die Küstenlinie Neuseelands: „The Chasm“.

Für uns ist die Otago Halbinsel das Schönste vor den Türen DUDs.

Nach dem Selbstmord von Larnach wurde das Schloß vorübergehend als Nervenklinik und als Touristenherberge mit Nachtlokal genutzt. Heute kann man in der Larnach Lodge nächtigen und sich das Schloß sowie den Garten anschauen. Da die Touristensaison noch nicht begonnen hat, war es schön ruhig. Von dem Schloßgarten hat man einen tollen Blick über Otago Harbour.


Nach einem Kaffee fuhren wir weiter zum Sandymount.

Blick vom Sanymount auf die Sandfly Bay

Von diesem aus starteten wir zu einer fast dreistündigen Tour durch. Es ging zu der Felsformation „Lovers Leap“ und „The Chasm“. Von einem 224 Meter hoch gelegenen Aussichtspunkt hat man einen atemberaubenden Blick auf die Arche „Lovers Leap“. Mit dem Fernglas konnte man Seelöwen beobachten, die es wohl trotz des tobenden Weißwassers nett fanden, sich gerade dort zu sonnen.


Wie überall in Neuseeland: Schafe. Eigentlich schön anzusehen und so nützlich, sofern sie dem Bauern bis zur geplanten Verwertungsabsicht erhalten bleiben. Doch wenn der süßliche Geruch des Todes durch das Grass zieht weiß man, das eines seiner Bestimmung entflohen ist.

Ins Grass gebissen
Und dann noch einer dieser tollen Ausblicke auf die Küstenlinie Neuseelands: „The Chasm“.

Für uns ist die Otago Halbinsel das Schönste vor den Türen DUDs.
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DUD News 14.10.2006
waterpix22:40h
Der Sommer kann kommen! Unsere Terrasse ist „angerichtet“: ein aus Bauholzresten flink zusammengezimmerter Tisch, die beiden Campingstühle aus dem Auto, ein kleines Zitronenbäumchen in einem Topf aus dem Warehouse „Where everyone gets a bargain“, eine orientalische Laterne als weiteres Schnäppchen und etwas Strandgut … fertig ist die Idylle. Das erste Frühstück war auf jeden Fall sehr schön!


Eine weitere Pflanze hat sich auf der Terrasse breit gemacht


Eine weitere Pflanze hat sich auf der Terrasse breit gemacht
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DUD News 13.10.2006 - Stürmische Tage
waterpix22:39h
Die letzte Woche gab es einige sehr stürmische Tage. Leider war der Wind so stark und böig, daß man Windsurfen vergessen konnte. Dazu kamen noch fette Wellen. Hier einige Bilder von dem Stadtstrand Dunedins St. Clair.



Da der Wind aus Nordwest kam, war es jedoch richtig schön warm. Hochsommertemperaturen! Die Wäsche war bei diesen Bedingungen in Rekordzeit trocken … sofern es sie an der Leine hielt.

Aus manch einer Perspektive schienen die Wellen Ulrikes Lieblingshaus in St. Clair überrollen zu wollen.





Da der Wind aus Nordwest kam, war es jedoch richtig schön warm. Hochsommertemperaturen! Die Wäsche war bei diesen Bedingungen in Rekordzeit trocken … sofern es sie an der Leine hielt.

Aus manch einer Perspektive schienen die Wellen Ulrikes Lieblingshaus in St. Clair überrollen zu wollen.


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DUD-PIX 13.10.2006
waterpix22:38h
Gesehen und fotografiert.

Mosgiel

St. Clair Dunedin

St. Clair Dunedin

Mosgiel

St. Clair Dunedin

St. Clair Dunedin
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Sonntag, 8. Oktober 2006
DUD News 09.10.2006
waterpix22:48h
Das letzte Wochenende haben wir zu Hause in Mosgiel verbracht. Am Sonnabend waren wir in Dunedin, um einen Joghurtzubereiter zu besorgen, denn trotz des vielen Viehs auf den Wiesen sind Milchprodukte in Neuseeland recht teuer. Nun machen wir unseren Eigenen aus einer fertig zu kaufenden Mixtur aus Joghurtkulturen und Milchpulver. Diese wird einfach mit Wasser angerührt und in einem Wärmebad 8 Stunden lang stehen gelassen. Das Ergebnis schmeckt nicht nur super, sondern ist mit 2,50 NZ$ für 1 kg im Vergleich zu dem fertigen bis zu 8,00 NZ$ teuren Joghurt unschlagbar günstig. Der Anschaffungspreis des Zubereiters hat sich nach 5 kg bereits amortisiert. Gegen Nachmittag gab es einen kleinen Arbeitseinsatz auf dem Mosgieler Anwesen. Nach zwei Stunden war es mit der Kraft einer großen Familie geschafft: Fliesen, Klinkersteine und anderes Baumaterial sind von der Hofeinfahrt verschwunden und alle glücklich. Gegen 22.00 Uhr war dann auch unser ester Joghurt fertig – wir aßen ein Kilogramm mit Beerenfrüchten.
Der Sonntag begann mit Nutellabrötchen und Kaffee auf unserer kleinen Terasse. Danach fuhren wir mit den Rädern Richtung Brighton. Die Hälfte der Stecke ist nur im ersten oder zweiten Gang zu bewältigen, da es ständig bergauf geht. Für den ersten "Hügel" benötigten wir gut 40 Minuten. Da man von diesem bereits auf den Pazifik sehen kann und unsere Motivation für einen weiteren Hügel und die gesamte Rücktour nicht mehr ausreichten, beließen wir es dabei und kehrten um. Die Rücktour war eine Minutensache.

In Neuseeland gilt Helmpflicht!
Auf der Rückfahrt erhielt ich eine SMS von Peter – dem Windsurfer von St. Clair – und damit die Bestätigung, daß der Informationsfluß verläßlich funktioniert. Er schrieb, daß er mit einem Freund nach Aramoana fährt. Nach einer weiteren SMS und den aktuellen Wind- und Wellenbedingungen fuhr ich los. Zunächst gingen wir links der Mole aufs Wasser. Leider war es wieder verdammt auflandig, so daß man nur parallel in den Wellen fahren konnte die zudem recht unsauber liefen. Nach einigen Schlägen gingen wir auf die rechte Seite der Mole. Leider war ich der einzige von uns Vieren, der richtig mit den Bedingungen zurecht kam und entsprechenden Spaß hatte, denn der Shorebreak war schon heftig. Dafür gab es saubere Wellen und der Wind kam stärker von links. Peter und seine Freunde zeigten mir zuvor welche Gefahren bestehen: ein Loch am Meeresboden das für verdammt viel Wirbel sorgt, ein „Channel“ der dich bis Christchurch trägt und durch das abfließende Gezeitenwasser entsteht, einige Felsen die man jedoch recht einfach an den dort brechenden Wellen erkennt, Seelöwen und der Rat „Keep your legs out of the water“ auf meine Frage nach Haien. Sie beruhigten mich und erzählten, daß es Haie nur weiter draussen bei der Seelöwen- und Albatrosskolonie gibt. Ich hielt mich eher lieber nahe des Strands auf. Zudem hatte ich keine Lust auf Channelquerung und einen Besuch der Kolonien. Ich hatte ordentlich Spaß in den gut 3 Meter Wellen. Die Jungs schienen etwas beeindruckt von dem Deutschen, der sonst auf einem Gewässer namens Baltic Sea surft. Leider landete ich nach einem Sprung mit meiner Wange auf der Gabel. Plötzlich schlief der Wind voll ein. Gerade noch 4,2 qm überpowert gefahren … dann nichts mehr. Zwanzig Minuten später drehte er um 180 Grad und blies nun voll ablandig. Die Wetterumschwünge sind schon heftig in DUD und die Wettervorhersage gleicht eher einer Lotterie.
Ulrike hatte den Nachmittag auf dem Hügel in Mosgiel lesend in der Sonne verbracht, nachdem sie das erste Mal unseren geliebten Hefekuchen gebacken hatte.

Meine Wange mußte ich am Abend noch etwas kühlen, da sie doch etwas dicker wurde. Mit einem Buch in der Hand vor dem warem Offen ging ein schönes und ruhiges Wochenende in DUD zu Ende.
Der Sonntag begann mit Nutellabrötchen und Kaffee auf unserer kleinen Terasse. Danach fuhren wir mit den Rädern Richtung Brighton. Die Hälfte der Stecke ist nur im ersten oder zweiten Gang zu bewältigen, da es ständig bergauf geht. Für den ersten "Hügel" benötigten wir gut 40 Minuten. Da man von diesem bereits auf den Pazifik sehen kann und unsere Motivation für einen weiteren Hügel und die gesamte Rücktour nicht mehr ausreichten, beließen wir es dabei und kehrten um. Die Rücktour war eine Minutensache.

In Neuseeland gilt Helmpflicht!
Auf der Rückfahrt erhielt ich eine SMS von Peter – dem Windsurfer von St. Clair – und damit die Bestätigung, daß der Informationsfluß verläßlich funktioniert. Er schrieb, daß er mit einem Freund nach Aramoana fährt. Nach einer weiteren SMS und den aktuellen Wind- und Wellenbedingungen fuhr ich los. Zunächst gingen wir links der Mole aufs Wasser. Leider war es wieder verdammt auflandig, so daß man nur parallel in den Wellen fahren konnte die zudem recht unsauber liefen. Nach einigen Schlägen gingen wir auf die rechte Seite der Mole. Leider war ich der einzige von uns Vieren, der richtig mit den Bedingungen zurecht kam und entsprechenden Spaß hatte, denn der Shorebreak war schon heftig. Dafür gab es saubere Wellen und der Wind kam stärker von links. Peter und seine Freunde zeigten mir zuvor welche Gefahren bestehen: ein Loch am Meeresboden das für verdammt viel Wirbel sorgt, ein „Channel“ der dich bis Christchurch trägt und durch das abfließende Gezeitenwasser entsteht, einige Felsen die man jedoch recht einfach an den dort brechenden Wellen erkennt, Seelöwen und der Rat „Keep your legs out of the water“ auf meine Frage nach Haien. Sie beruhigten mich und erzählten, daß es Haie nur weiter draussen bei der Seelöwen- und Albatrosskolonie gibt. Ich hielt mich eher lieber nahe des Strands auf. Zudem hatte ich keine Lust auf Channelquerung und einen Besuch der Kolonien. Ich hatte ordentlich Spaß in den gut 3 Meter Wellen. Die Jungs schienen etwas beeindruckt von dem Deutschen, der sonst auf einem Gewässer namens Baltic Sea surft. Leider landete ich nach einem Sprung mit meiner Wange auf der Gabel. Plötzlich schlief der Wind voll ein. Gerade noch 4,2 qm überpowert gefahren … dann nichts mehr. Zwanzig Minuten später drehte er um 180 Grad und blies nun voll ablandig. Die Wetterumschwünge sind schon heftig in DUD und die Wettervorhersage gleicht eher einer Lotterie.
Ulrike hatte den Nachmittag auf dem Hügel in Mosgiel lesend in der Sonne verbracht, nachdem sie das erste Mal unseren geliebten Hefekuchen gebacken hatte.

Meine Wange mußte ich am Abend noch etwas kühlen, da sie doch etwas dicker wurde. Mit einem Buch in der Hand vor dem warem Offen ging ein schönes und ruhiges Wochenende in DUD zu Ende.
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